Hauptmenü
Einleitung
Diese, speziell für die ganzheitlich arbeitenden HeilpraktikerInnen konzipierte Ausbildung umfasst neben dem allgemeinen Grundlagenwissen der humanistisch-
Körper und Psyche werden von uns als eine organismische Einheit gesehen, die funktional untrennbar miteinander verbunden ist und sich in fortwährender Interdependenz miteinander und mit den physikalischen, chemischen, energetischen, gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen, psychischen und spirituellen Qualitäten der Umgebung befinden. Der individuelle Ausdruck und die Struktur der Körper-
Die Entstehung körperlicher und seelischer Pathologie wird im ganzheitlichen Sinne als adaptive Antwort auf schädigende Faktoren gesehen. Besondere Wichtigkeit wird von uns auf die selbstregulativen Faktoren des Organismus gelegt. Im Prinzip der Selbstregulation spiegelt sich das organismische Grundgesetz der Erhaltung und positiven Bejahung des Lebens wieder.
Mit dieser Ausbildung möchten wir zu einer uns dringlich erscheinenden Entwicklung in der Naturheilkunde beitragen, nämlich der Förderung eines ganzheitlichen Be-
Nachfolgend werden die Hauptelemente unser Arbeit in ihren wesentlichen Inhalten kurz beschrieben:
Die Tiefenpsychologie
Sigmund Freud (1856-
Das Unbewusste:
Nach Freud verarbeitet der Mensch unangenehme Erlebnisse dadurch, dass er versucht sie zu vergessen bzw. indem er sie verdrängt. Die zentrale Form der Abwehr unangenehmer und belastender Erfahrungen ist die Verdrängung. Das bedeutet, dass das Erlebnis in das Unbewusste abgedrängt wird und sich dort als unerkannter Komplex fixiert. Es gibt auch belastende Erlebnisse, bei denen das nicht gelingt und die aktiv verdrängt werden müssen, z.B. indem man ihre Bedeutung umdeutet. "Das Unbewusste "verkleidet", wie FREUD in seinen Traumforschungen gesehen hat, die Erlebnisse durch Veränderung, Verschiebung, Dramatisierung, Symbolisierung. Der Traum ist nach ihm eine "verkappte Wunscherfüllung". In seinen Traumdeutungen versucht der Analytiker gleichsam, die Sprache des Unbewussten im Traum verstehen zu lernen, indem er bemüht ist, "hinter dem manifesten Trauminhalt die latenten Traumgedanken zu entziffern" (Benesch, 1994, S. 375).
Nicht nur im Traum, sondern auch bei Tagträumen und auch im Wachbewusstsein sind viele unbewusste Mechanismen am Werke. Diese unbekannten Gefilde der Psyche kennen zulernen ist das erklärte Ziel der Psychoanalyse. Im Sinne von Freud versteht die psychoanalytische Theorie psychische Störungen als das Ergebnis unangepasster psychologischer Prozesse. Eine Kombination aus biologischer Anlage und Wechselbeziehungen mit der Umwelt schaffen Bedingungen, unter denen Kinder ein Selbstkonzept entwickeln, in dem sie Gefühle wie Schuld, Angst, Furcht, Unzulänglichkeit usw. verinnerlichen.
Wichtige Modelle der Psychoanalyse sind:
a) Das Instanzenmodell der Persönlichkeit :
Freud teilt die menschliche Psyche in verschiedene Teile ein, die alle unterschied-
Aus dem Es entwickelt sich das Ich. Es entsteht aus der Notwendigkeit, zwischen den Tendenzen des Es nach Verwirklichung und den tatsächlichen Möglichkeiten, diese zu verwirklichen, zu vermitteln. Das Ich muss einen Gleichgewichtszustand herstellen. Es muss dafür sorgen, dass die Ansprüche aus dem Es, aus dem Über-
Bei dieser Regulation des Ich kommen spezifische Mechanismen zum Tragen, die sich in der psychoanalytischen Theorie Abwehrmechanismen nennen. In einem neurotischen Konflikt stellt das Ich den Abwehrpol der Persönlichkeit dar. Es ver-
Der weitere Bereich ist das Über-
Die Einzelheiten der Beziehung zwischen Ich und Über-
b) Das Triebmodell und das Phasenmodell der Triebentwicklung
Die Bedürfnisse des Es erzeugen Spannung (Bedürfnisspannung), die Freud die Triebe nennt. Er unterscheidet grundsätzlich den Selbsterhaltungs-
Die Energie, die hinter dem Überlebenstrieb steht, nannte Freud die Libido. Die Libi-
Die therapeutische Methode besteht hauptsächlich daraus, dass die unbewusste Deutung von Reden, Handlungen, imaginären Bildern ,Träume, Phantasien, Wahn-
Tiefenpsychologische Schulen:
Die Individualpsychologie A. Adlers besagt, dass das Kind sich in einer grundsätz-
Die Logotherapie und die Existenzanalyse V.E. Frankls sehen das Unbewusste nicht im Es, dem kollektiven Kern oder dem unbewussten Handeln, sondern im unbewussten Geistigen der Sinnfindung.
In der Selbstpsychologie H. Kohuts erscheint es als unbewusster Narzissmus.
Die komplexe oder auch analytische Psychoanalyse C.G. Jungs geht von einem Schalenmodell aus. Im Innersten liegt das kollektive Unbewusste, als nie bewusst werdender Kern. Es ist die Repräsentanz überindividueller Symbolbilder und steuert die Reaktionen der Menschen unbewusst.
Die Gesprächspsychtherapie: Der Personzentrierte Ansatz
Der Personzentrierte Ansatz ,der zur Humanistischen Psychologie zählt, wurde von dem amerikanischen Psychologen Carl R. Rogers (1902–1987) aus seiner psycho-
Die Therapeutin / der Therapeut bzw. die Beraterin / der Berater begegnen der Klientin / dem Klienten
mit positiver Wertschätzung und Achtung
vorurteilsfrei und versteht ihn aus dessen Lebenszusammenhängen
ohne Fassade und Experten-
Eine so gestaltete Beziehung ermöglicht es der Klientin / dem Klienten, sich selbst besser zu verstehen und zu akzeptieren. Die "Kraft der Beziehung" (Rogers) hat zentrale Bedeutung. Das Entstehen einer förderlichen Beziehung ist für den Erfolg psychotherapeutischer Arbeit und Beratung entscheidend. Es schafft die Grund-
Über das Therapiekonzept hinaus haben die Gedanken und Konzepte von Rogers grundsätzliche Bedeutung für alle zwischenmenschlichen Beziehungen. Entsprechend fanden seine Ideen und Erkenntnisse Eingang in die beratende und in die pädagogische Arbeit. Der Personzentrierte Ansatz bildet eine Grundlage für alle psychosozialen Tätigkeitsfelder Ganz generell hat der Personzentrierte Ansatz eine klare Forderungen, wie zwischenmenschliche Beziehungen gestaltet werden sollten, und eine umfassende kulturelle und politische Botschaft.
Die Körperpsychotherapie:
Die Biodynamische Körper-
Die biodynamische Körper-
Die Biodynamische Psychotherapie ist die älteste der Körperpsychotherapien in Europa und hat gemeinsam mit der von Alexander Lowen und John Pierrakos, in den USA entwickelten Bioenergetischen Analyse die Arbeit Wilhelm Reichs, insbesonde-
Biodynamik heißt übersetzt: „die Bewegung des Lebens“. Dies bezieht sich auf den natürlich, spontanen Fluss der Lebensenergie, die uns bewegt, beseelt und lebendig macht. Das grundlegende Ziel der biodynamische Körper-
die Befreiung des spontanen Atems aus dem Schreckreflexmuster
die Vollendung unterbrochener emotional – neurovegetativer Zyklen und deren tiefenpsychologischer Aufarbeitung
die Wiederherstellung des gesunden Muskeltonus
die Wiederherstellung der gesunden Körperhaltung
die Wiederherstellung der organischen Selbstregulation durch Stimulierung der neurovegetativen Verdauung mittels der Psycho-
Historischer Hintergrund und Entwicklung:
Anfang der 50 er Jahre, im Rahmen ihres Psychologiestudiums, unterzog sich Gerda Boyesen einer Psychoanalyse bei Olaf Raknes, einem direkten Schüler von Wilhelm Reich. Im Anschluss an das Studium der Psychologie machte Gerda Boyesen eine Ausbildung als Physiotherapeutin bei Adele Bülow Hansen. Diese hatte in Zusam-
Frau Bülow-
Somit hat die Biodynamische Psychologie und Psychotherapie Therapie zwei wichtige Wurzeln: zum einen die Tiefenpsychologie Freuds, Reich und Jungs, zum andern die Theorie des Schreckreflexes.
Die Entdeckung der Psycho-
In ihrer klinischen Arbeit entdeckte Frau Boyesen einen wichtigen Schlüssel der organi-
Diese Verdauungsfunktion, Gerda Boyesen nannte sie Psycho-
Sie entwickelte die Reichianische Vegetotherapie auf biodynamischen Weise weiter um die durch die tiefe Körperarbeit freiwerdenden verdrängten Gefühle und Erinnerungen ihrer Klientinnen und Klienten zu bearbeiten. Sie entwickelte ein eigenes Neurosenmodell, dass nicht auf den Charakterdefiziten der Reichianischen Schule fußt, sondern auf der energetischen Durchlässigkeit verschiedener Persönlichkeitstypen und emotionalen Basisqualitäten
Grundlagen der Biodynamischen Körpertherapie:
Das Stress-
Das vegetative Nervensystem arbeitet auf höchster Stufe. Alle Muskeln sind ange-
Der Ablauf einer Stressreaktion im Körper, wie wir sie täglich viele Male erleben, ist sehr komplex, Viele Psychosomatische Krankheitsbilder lassen sich in ihrem organischen Ursprung bereits hier erkennen.
Chemostase und Gewebspanzer:
Auf eine emotionale Anspannung reagiert der Körper mit Erhöhung des Blutdrucks und dem Ausstoß von Stresshormonen, mit einer sogenannten emotionalen Blutzirkulation.
Wir alle kennen den Augenblick, wo die Zornesröte oder die Schamesröte in uns aufsteigt. So entsteht, entsprechend der Stärke der Emotion ein Flüssigkeitsdruck im Gewebe (Schwellungsdruck) Dieser Schwellungsdruck baut sich bei Entspannung wieder ab und auch die hormonellen Restprodukte werden durch die Psychoperistaltische Tätigkeit beseitigt. -
Wird dies jedoch durch Angstspannung nach der emotionalen Erregung verhindert, bleibt ein Flüssigkeitsdruck im Gewebe bestehen. Diesen Zustand bezeichnet G. Boyesen als Chemostase. Die physiologische Komponente die Freuds „Restaffekt“ zu Grunde liegt.
Der unterbrochene Ablauf des Reiz-
Zwar verringert sich nach und nach der Druck im Gewebe. Die hormonellen Reste jedoch lagern sich zusammen mit den Stoffwechselprodukten im Gewebe an, ver-
Der Aufbau des Muskelpanzers
Primär und Sekundär Persönlichkeit:
Im Laufe der frühkindlichen Entwicklung dringen die Frustrationen von Eltern und Umwelt in den gesunden Organismus ein und führen zu Kontraktion. Innere Impulse müssen gestoppt werden. Das Ich erzeugt Strategien, die dem Überleben dienen auf Kosten spontaner organischer Lebendigkeit. Der sehr verletzliche Primäre Kern des Kindes schützt sich immer mehr durch den Aufbau einer äußeren Schale vor Verletz-
Die spontan, primäre Lebensenergie wird im Prozess des Muskelpanzer-
In der Biodynamischen Körper-
Widerstände der Patientin oder des Patienten werden akzeptiert und als schützend gedeutet. Die Schnelligkeit des therapeutischen Prozesses wird ausschließlich von den Patienten bestimmt. Zu bearbeitende Lebensthemen steigen aus dem Körper auf und werden nicht intellektuell bestimmt.
Wie der Bauch den Kopf bestimmt:
Die Erforschung des Enterischen Nervensystems:
Das Zusammenspiel zwischen Psyche und Darm mit dem die Biodynamik schon seit über 30 Jahren erfolgreich arbeitet, war in den letzten Jahren Brennpunkt intensiver wissenschaftlicher Forschung des Fachbereichs Neurogastroenterologie. Die For-
Der Darm erledigt noch viel mehr als die an sich schon hochkomplexe Verdauungs-
Serotonin spielt bei der Anregung des Peristaltischen Reflexes eine wichtige Rolle. Unabhängig vom Gehirn koordiniert das ENS die wellenförmigen Bewegungen des Darmes dadurch, dass Neuronen in der Darmwand „fühlen“, wo der Darm auf Grund von Darminhalt gedehnt wird. Enterochromaffin –Zellen schütten daraufhin den Botenstoff Serotonin aus, der Nervenzellen im submucosalen Plexus des Darmhirns anregt. Diese senden Signale an Muskelzellen, die den Darm weiten oder zusammen ziehen.
Biodynamische Behandlungskonzept
Der gesunde Organismus: Ströme
Der gesunde Organismus ist immer pulsatorisch, wie die Grundbewegung in der Zelle: Expansion – Kontraktion.
Durch Geburt drückt der Organismus das Recht auf Leben und Existenz aus.
Durch den Kontakt, der Bindung mit der Welt, baut sich die Lebensstruktur auf, festigt
sich die Eigenständigkeit um sich später durch Liebe und Sexualität wieder zu reproduzieren.
Ein gesundes Lebewesen hat eine gute Verbindung beider Hirnhälften, emotionale und rationale Anteile sind gut vernetzt. Es besteht ein gutes Potential von innerer Sicherheit, Zufriedenheit und Neugierde. Liebe kann ebenso wie Abgrenzung und Wut gespürt und ausgedrückt werden. Die Fähigkeiten Nähe einzugehen (Symbiose) sowie eigenständig zu sein ( Separation) sind gut entwickelt. Es kann seine Bedürfnisse spüren und sich dafür einsetzen, notfalls auch dafür kämpfen. Ebenso besteht die Möglichkeit schwierige Situationen auszuhalten und sich dabei von der Inneren Welt (Emotionen) abzugrenzen.
Die erwähnten energetisch-
Sonnenschein:
Die Person ist energetisch gut entwickelt und durchlässig für die primäre Libidoenergie. Der Mensch strahlt Lebensenergie/ Herzensenergie aus und diese strahlt durch alle Poren
Krieger:
Die Person ist in der Lage ihre Bedürfnisse zu spüren, dafür einzustehen und notfalls dafür zu kämpfen.
Stein:
Die Person ist in der Lage schwierige Situationen wie ein Fels in der Brandung auszuhalten und sich dabei vor Überflutung innerer Gefühle zu schützen.
Die Biodynamische Massagetherapie:
Psycho-
Das zentrale Kernstück der Biodynamischen Massagetherapie bildet die Psycho-
(Deep-
„Tiefer Abfluss“. Bezeichnet wird damit der Abfluss, der durch die emotionale Blutzirkulation bedingten, im Gewebs-
Auf der Grundlage des Deep Drainings hat Gerda Boyesen eine Vielzahl von Biodynamischen Massagen entwickelt, die mit unterschiedlichen Intentionen ausgeführt werden können: vitalisierend, sedierend, harmonisierend, leerend, erdend, provozierend.
Die Biodynamische Körper-
Die bioenergetische Analyse leitet ihre Herkunft aus der Tiefenpsychologie Freuds sowie der Reich'schen charakteranalytischen Vegetotherapie ab -
Psychopathologie und Therapieziele
In der bioenergetischen Analyse werden 5 Charakterstrukturen unterschieden: die schizoide, orale, masochistische, psychopathische und rigide. Jede dieser Strukturen -
Der Person werden als eigenständige Strukturen das Ich (mit Über-
Muskuläre Verspannungen drücken neurotische Konflikte aus -
Um während der Sitzungen erreichte Fortschritte besser in den Alltag transferieren zu können, wurde das Konzept des Grounding entwickelt, das das Prinzip der Einheit der eigenen Person mit der Umwelt (sowohl biologisch als auch sozial) repräsentiert. Als die wichtigsten Teilbereiche für die Integration von Therapiefortschritten in die Gesamtpersönlichkeit gelten die motorischen Funktionen, die Wahrnehmungsfunk-
Während des Therapieverlaufs werden die hervorstechendsten Persönlichkeitsstruk-
Die Bioenergetische Analyse wird sowohl in der Einzel-